Notfallmanagement schützt Mitarbeiter, Betrieb und Eigentum bei Brand, Evakuierung oder anderen Krisen. Viele Unternehmen erstellen Pläne, doch im Ernstfall versagen sie durch typische Schwächen. Ein effektives Evakuierungskonzept erfordert klare Strukturen, Übungen und Aktualität – besonders in DACH-Ländern mit strengen Vorschriften wie ArG mit ArGV3 und ArG4 (EKAS Wegleitung), ArbSchG oder VStättVO.
Dieser Artikel analysiert die fünf größten Fehler im Notfallmanagement, liefert Lösungen und eine praktische Checkliste für Sicherheitsverantwortliche.
Viele Organisationen definieren nicht präzise, wann ein Vorfall zum Notfall wird. Mitarbeiter zögern, zu alarmieren – aus Unsicherheit oder Angst vor Fehlreaktionen.
Folgen: Verzögerte Evakuierung, Eskalation von Gefahren.
Lösung: Legen Sie klare Kriterien fest, z. B. Rauchentwicklung, Personenschaden oder Systemausfall. Integrieren Sie diese in den Notfallplan und schulen Sie alle Beteiligten. Details zur Erstellung eines robusten Notfallplans finden Sie in unserem Leitfaden.
Viele Organisationen definieren nicht präzise, wann ein Vorfall zum Notfall wird. Mitarbeiter zögern, zu alarmieren – aus Unsicherheit oder Angst vor Fehlreaktionen.
Folgen: Verzögerte Evakuierung, Eskalation von Gefahren.
Lösung: Legen Sie klare Kriterien fest, z. B. Rauchentwicklung, Personenschaden oder Systemausfall. Integrieren Sie diese in den Notfallplan und schulen Sie alle Beteiligten. Details zur Erstellung eines robusten Notfallplans finden Sie in unserem Leitfaden.
„Wer macht was?" bleibt offen. Rollen wie Evakuierungshelfer oder Krisenleiter sind nicht benannt, Vertretungen fehlen. Im Stress improvisiert das Team.
Folgen: Chaos, Doppelarbeit, Lücken in der Evakuierung.
Lösung: Erstellen Sie eine RACI-Matrix (Responsible, Accountable, Consulted, Informed) mit Namen, Telefonnummern und Alternativen. Üben Sie Eskalationswege regelmässig. Ergänzende Infos zur Zuweisung von Verantwortlichkeiten erläutern den Prozess.
Manuelle Telefonketten oder veraltete Listen versagen bei Stromausfall oder Überlastung. Fehlende Rückbestätigungen verzögern die Koordination.
Folgen: Verzögerte Alarmierung von Behörden, unvollständige Evakuierung.
Lösung: Führen Sie redundante Systeme ein – App-basierte Alarmierung, Funkgeräte, Sirenen. Testen Sie Erreichbarkeit vierteljährlich. Unser Artikel zur modernen Alarmierung im Unternehmen zeigt bewährte Tools.
Pläne werden nach Erstellung nicht aktualisiert – Personalwechsel, Umbauten oder neue Risiken bleiben unberücksichtigt. Ohne Übungen fehlt Praxistauglichkeit.
Folgen: Blockierte Fluchtwege, fehlende Ausrüstung im Ernstfall.
Lösung: Überprüfen Sie den Evakuierungsplan jährlich oder nach Veränderungen. Führen Sie Evakuierungsübungen durch, dokumentieren Sie Lessons Learned. Tipps zur Planaktualisierung und Übungen helfen bei der Umsetzung.
Notfallmanagement gilt als „Extra-Thema". Mitarbeiter internalisieren Regeln nicht, improvisieren bei Evakuierung oder ignorieren Schulungen.
Folgen: Panik, Verletzungen, Bußgelder durch Behörden.
Lösung: Machen Sie Sicherheit zum Bestandteil des Onboarding, monatlicher Teammeetings und Jahreszielen. Belohnen Sie Engagement. Der Beitrag Sicherheitskultur aufbauen beschreibt nachhaltige Ansätze.
In einem Mittelstandsunternehmen brach ein Maschinenschaden mit Rauchentwicklung aus. Der Sicherheitsbeauftragte zögerte wegen unklarer Kriterien (Fehler 1). Helfer kannten keine Rollen (Fehler 2), Telefonketten versagten (Fehler 3). Der veraltete Plan zeigte falsche Sammelplätze (Fehler 4), Mitarbeiter ignorierten Signale (Fehler 5).
Ergebnis: 20 Minuten Evakuierung statt 4 Minuten, leichte Verletzungen. Nach Analyse und Korrektur halbierte sich die Übungszeit.
„Empirische Studien zeigen, dass 80% der Evakuierungsfehler auf mangelnde Übung und unklare Rollen zurückzuführen sind – präventive Simulationen reduzieren Reaktionszeiten um bis zu 40% und erhöhen die Überlebensrate signifikant."
| Fehler | Prüffrage | Massnahme |
| 1. Auslösebedingungen | Sind Kriterien schriftlich fixiert? | Kriterien definieren |
| 2. Zuständigkeiten | Existiert RACI-Matrix mit Vertretern? | Matrix erstellen |
| 3. Kommunikation | Funktionieren redundante Kanäle? | Test durchführen |
| 4. Aktualität | Wann wurde Plan zuletzt geprüft? | Jährliche Review |
| 5. Integration | Ist Sicherheit im Onboarding? | Schulplan ausarbeiten |
Wie oft muss ein Evakuierungsplan aktualisiert werden?
Mindestens jährlich oder nach baulichen Änderungen, Personalwechseln.
Wer trägt die Verantwortung für Notfälle?
Der Betreiber/Geschäftsführung; delegierbar an Sicherheitsbeauftragte.
Sind Evakuierungsübungen gesetzlich vorgeschrieben?
Ja, nach ArbSchG und VStättVO – Frequenz je nach Risikostufe.
Wie vermeide ich Panik bei Evakuierung?
Durch klare Signale, geschultes Personal und regelmässige Drills.
Was kostet ein Notfallmanagement-Audit?
Variiert; interner Check mit Checkliste ist kostenfrei startbar.
Notfallmanagement verbindet Evakuierungskonzepte mit Brandschutz, IT-Sicherheit und Krisenkommunikation. Es bildet die Basis für Resilienz – von der Gefahrenanalyse bis Nachsorge.
Regelmäßige Audits stellen Compliance sicher und minimieren Risiken.
Die fünf häufigsten Fehler im Notfallmanagement lassen sich durch klare Strukturen, Übungen und Alltagsintegration beheben. Ein robuster Notfallplan rettet Leben und sichert den Betrieb.
Lassen Sie Ihren Evakuierungsplan von Experten prüfen – für rechtssichere Umsetzung und höchste Sicherheit.
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